Planungsgebiet Jakobervorstadt, Augsburg
Architekten Christian Fußner | Frank Kühne

Entwurfskonzept:

Zwischen Sparrenlech im Osten und dem "inneren Stadtgraben" liegt das Planungsgebiet in der nördlichen Jakobervorstadt.

Eine viergeschossige Blockrandbebauung aus den 50er Jahren schließt das Gelände zu den stark befahrenen Verkehrsachsen, die Pilgerhausstrafle in Ost Westrichtung und der Mittlere Graben in Nord- Südrichtung, ab. Auch im Osten des Planungsgebietes dominiert die weitgehend nüchterne Nachkriegsarchitektur. Im Norden prägt die unzerstörte Vorkriegsbebauung. Hier zeigt sich das Stadtbild der Jakobervorstadt - enge Gassen, dichte Bebauung. Im Planungsgebiet selbst ist das alte Stadtbild längst vergangen. Ein Wohnhaus steht als Solitär inmitten des Quartiers. Eine erdgeschossige Industriebebauung umgibt den Solitär und begleitet mit seiner Ostwand den Lauf des Industriegewässers "Sparrenlech".

Aufgrund der räumlichen Enge wird im Hinblick auf Belichtung und Belüftung eine Bebauung mit Punkthäusern vorgeschlagen. Die Umfassungsmauern der bestehenden, erdgeschossigen Gewerbebeeinheit werden erhalten und bilden die äußeren Grenzen eines neuen Quartiers. Nördlich der neuen Gasse entstehen zwei mittlere Einfamilienhäuser mit privatem Gartenanteil. Südlich der Gasse, hinter dem vier geschossigen Bestandssolitär, entsteht ein weiteres Punkthaus mit mindestens zwei großzügigen, hellen und modernen Loftwohnungen. Optional ist die Erhöhung des südlichen Gebäudes auf ein drittes Vollgeschoss, eine dritte Wohneinheit, möglich. Auch wäre eine Nutzung mit einzelnen Wohneinheiten je Geschoss durch leichte Modifikation der Grundrisse möglich.

Durch das Abrücken der neuen Gebäude von der bestehenden Wand am Bach nach Westen entstehen private Gärten - die städtebauliche Kante am Bach bleibt erhalten. Durch eine raumhohe Verglasung wird der Bezug zu den asiatisch anmutenden Kiesgärten hergestellt. Die Mauer schützt vor Einblicken, gewährleistet jedoch aufgrund seiner maßvollen Höhe die Belichtung der erdgeschossigen Räume.

Nach Westen und nach Süden entstehen hinter Buchenhecken private Grünflächen für die Punkthäuser.

Durch die zurückversetzten Obergeschosse können Belichtung und Belüftung für die Nachbargebäude als auch zwischen den Punkthäusern untereinander gewährleistet werden. Die Erschliefßung der drei Einzelgebäude erfolgt über eine neue Gasse und zitiert somit die im Norden anschließenden alten Quergäßchen. Das so entstehende sechste Quergäßchen mündet mit einer flachen Sitztreppe am Sparrenlech und ermöglicht das Erleben des Gewässers.

Im Süden entsteht ein aufgewerter kleiner Platz, der als Treffpunkt der Quartiersanwohner dienen kann. In Verbindung mit dem bestehenden Keller ist auch eine Außengastronomie in den Sommermonaten denkbar.

 

fußner kühne wettbewerb städtebau

Lageplan

 

 

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Schnitt

 

 

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Ansicht

 

 

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Grünflächen

 

 

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Grundriss Erdgeschoss

 

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Grundriss Obergeschoss

 

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Visualisierung Ansicht Bach

 

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Visualisierung Ansicht Gasse

 

 

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